(Inoffizielles) Numbers-Meeting 2017 in Wien

Als wir erfahren hatten, dass Wien der „Plan B“ für unser 2017er Euromeeting sein würde hofften wir noch darauf, dass unsere Freunde aus der Schweiz ihre Zusage, unser Nummerntreffen in das Land von gutem Käse und geheimen Bankkonten zu holen, einlösen würden. Kurze Zeit später kam jedoch die Gewissheit: leider nein. Wie sollten wir das stemmen, als immerhin kleinster aller 14er-Tische in der Region und einer der kleinsten Tische in Österreich? In eiligen Besprechungen wurde schnell eine Lösung gefunden: Wir verzichten aus Kosten- und Zeitgründen auf den Galaabend und machen das Ganze damit zum „inoffiziellen Euromeeting in Wien“.

Mit einem kleinen Kernteam machten wir uns also an die Planung. Immerhin hatten einige von uns schon Musikfestivals mit mehreren hundert Besuchern organisiert, wie schwer konnte so ein Euromeeting schon sein? Es stellte sich heraus, dass die Herausforderung, an die 50 Tabler und ihre Begleitung aus ganz Europa im Zaum zu halten, doch gar nicht so ohne war. Gleich am ersten Tag ging es ordentlich zur Sache. Als wir gerade zur Geisterstunde aus dem heimischen „Keller“ beim Schwedenplatz aufbrechen wollten, gab es leider einen kleinen Unfall. Das Resultat war eine blutende Nase eines Brothers from Finland, die beim Warten auf das Taxi zum Hotel die Aufmerksamkeit der benachbarten Polizei weckte. Gleich am Tag 1 wurde die Rettung verständigt, die zum Glück nur ein leichtes Cut feststellte. Ein Pflaster drauf und kurze Zeit später sitzen die Kollegen aus Finnland auch schon wieder an der Hotelbar. Einfach unverwüstlich.

Am nächsten Tag stellte es sich als unglücklich heraus, dass wir den Start der Bustour durch Wien auf 9:00 gelegt hatten, nachdem der positive Ausgang der blutenden Nase am Vortag noch bis Sonnenaufgang gefeiert wurde. Selten so gut geschlafen. Beim mittäglichen Besuch in den Katakomben des Zwölfapostelkellers ging dafür alles gut. Während sich die einen dann dem Shoppingwahn ergaben, bevorzugten die anderen einen Cocktail im Liegestuhl. Am Abend war es mit der Entspannung allerdings vorbei: der Bannerevening stand am Programm.

Davor durften jedoch nochmals die Kollegen in Blauschwarz anrücken, einer unserer Brüder aus Dänemark hatte leider am Weg eine wenig erfreuliche Bekanntschaft gemacht, die mit einer etwas ramponierten Uhr endete. Dass zur Aufnahme der Daten der Schwager von Robert, unserem neusten Mitglied, anrückte sorgte jedoch bald wieder für gute Laune, immerhin war ja alles versichert. Ganz nach dem Motto „Gut is gangen, nix is geschehen“. Das traf auch für unseren letzten Zwischenfall zu, denn sogar eine im Taxi verlorene Kamera konnten ach einigem Telefonieren wieder aufgetrieben werden.

Nach so viel Aufregung hatten wir uns dann alle ein bisschen Spaß verdient und den hatten wir dann auch beim Banner Evening mit herausragenden musikalischen Performances und einer Baywatch-Darbietung, bei der David Hasselhoff vor Neid erblassen würde. Auch am nächsten Tag war uns das Glück wieder hold, bei wunderbarem Wetter konnten wir den Blick über ganz Wien vom Kahlenberg aus genießen und bei einer guten Heurigenjause die eine oder andere Geschichte vom vergangenen Wochenende austauschen. Den krönenden Abschluss gab es dann im Prater, wo nach dem Genuss von Stelzen und dem einen oder anderen Hopfenkaltgetränk sogar die Höhenangst des Präsidenten überwunden wurde. Blutige Nase hin, kaputte Uhr her: Am Ende hat es allen Teilnehmern Spaß gemacht. Und das ist doch das wichtigste bei so einem Nummerntreffen. Bis nächstes Jahr in Odense!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen